Zahl der Binnenflüchtlinge auf Rekordhoch

11. Juni 2015

Aufgrund von Konflikten und Gewalt waren 2014 weltweit mindestens 38 Mio. Menschen innerhalb ihres eigenen Staates auf der Flucht (2013: 33,3 Mio.). Dies geht aus dem am 6. Mai vorgestellten Jahresbericht des Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) hervor.

Allein im vergangenen Jahr sind 11 Mio. neue Binnenflüchtlinge (IDPs) hinzugekommen, 6,3 Mio. Menschen konnten wieder in ihre Herkunftsregionen zurückkehren. Die meisten IDPs lebten 2014 in Syrien (7,6 Mio.), Kolumbien (6 Mio.), Irak (3,4 Mio.), Sudan (3,1 Mio.) und der Demokratischen Republik Kongo (2,8 Mio.).

Die meisten neuen Binnenflüchtlinge sind 2014 im Irak registriert worden, rund 2,2 Mio. Menschen waren innerhalb des Landes vor den Gewalttaten des sogenannten Islamischen Staats auf der Flucht. In Nigeria flohen im vergangenen Jahr Hunderttausende vor der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. Der Ukrainekonflikt hat zur Flucht von fast 650.000 Menschen innerhalb der Ukraine geführt.

Der Bericht des IDMC, das vom Norwegischen Flüchtlingsrat betrieben wird, deckt die Fluchtbewegungen in 60 Staaten ab (vgl. Ausgaben 9/14, 6/14).

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