Mexiko/USA: Mehr Abschiebungen unbegleiteter Minderjähriger nach Zentralamerika

11. Juni 2015

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge an der Grenze zwischen den USA und Mexiko ist nach dem drastischen Anstieg der Jahre 2012 bis 2014 wieder gesunken (vgl. Ausgabe 6/14). Zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 wurden dort insgesamt 12.509 unbegleitete Minderjährige aufgegriffen. Dies entspricht einem Rückgang von 42 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013/14 (21.403 Aufgriffe). Fast zwei Drittel (62 %) stammten aus den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, El Salvador und Honduras, etwa ein Drittel aus Mexiko.

Eine Analyse des US-amerikanischen Forschungszentrums Pew Research zeigt, dass dieser Rückgang vor allem auch auf einen erheblichen Anstieg der Abschiebungen durch die mexikanische Einwanderungsbehörde zurückzuführen ist. Zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 wurden insgesamt 3.819 unbegleitete Kinder und Jugendliche zentralamerikanischer Herkunft aus Mexiko in ihre Herkunftsländer abgeschoben und so an einer Weiterwanderung in die USA gehindert. Dies entspricht einem Anstieg von 56 % gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr.

Zum Thema: 

Ausgabe: