Lateinamerika: Rekord an Rücküberweisungen

11. Juni 2015

Die Rücküberweisungen von lateinamerikanischen Migranten in ihre Herkunftsstaaten haben 2014 neue Rekordwerte erreicht. Dies geht aus Zahlen der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) hervor, die Mitte Mai veröffentlicht wurden.

Demnach beliefen sich die Rücküberweisungen von Migranten nach Lateinamerika auf insgesamt 65,4 Mrd. US-Dollar. Davon entfielen mehr als ein Drittel auf Mexiko (23,6 Mrd. US-Dollar), gefolgt von Guatemala (5,5 Mrd. US-Dollar), der Dominikanischen Republik (4,5 Mrd. US-Dollar), El Salvador (4,2 Mrd. US-Dollar) sowie Kolumbien (4 Mrd. US-Dollar). Der vorherige Höchststand an Rücküberweisungen war 2008 mit insgesamt 64,9 Mrd. US-Dollar erzielt worden.

Im Zuge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 und in den Folgejahren waren die Rücküberweisungen deutlich zurückgegangen (vgl. Ausgaben 3/13, 3/10). Der erneute Anstieg geht nach Angaben der IDB vor allem auf die Erholung der US-amerikanischen Wirtschaft zurück. In südamerikanischen Staaten mit Spanien als wichtigstem Emigrationsziel war hingegen weiterhin ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr der Rücküberweisungen zu verzeichnen.

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