Jemen: Rekord bei Boatpeople

29. Januar 2013

Im vergangenen Jahr haben 107.500 Menschen die gefährliche Überfahrt vom Horn von Afrika in den Jemen gewagt. Dies teilte das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) im Januar mit. Vier Fünftel von ihnen kamen aus Äthiopien (84.000), die übrigen aus Somalia (23.500). Während die somalischen Boatpeople aufgrund der Wirtschafts- und Sicherheitslage in ihrem Herkunftsland im Jemen automatisch als Flüchtlinge anerkannt werden, entscheiden sich die äthiopischen Boatpeople meist gar nicht für ein Asylgesuch, sondern nutzen den Jemen als Zwischenstopp auf der Reise in andere Golfstaaten. Viele von ihnen seien im jemenitischen Schlepper- und Menschenhändlernetz Ausbeutung, Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgeliefert, berichtet das UNHCR. Die politische Instabilität im Jemen habe die Situation noch verschärft, Schlepperei und Menschenhandel hätten 2012 „stark zugenommen“. 236.000 Flüchtlinge vor allem somalischer Herkunft befinden sich derzeit in dem Land, in dem aufgrund der politischen Lage außerdem 300.000 Binnenvertriebene registriert sind. 
www.unhcr.de/ ... /verstaerkt-flucht-und-migration-in-den-jemen.html

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